Elektrotherapie für SchmerzbehandlungenBei der Elektrotherapie wird elektrischer Strom von geringer Intensität zu Heilungszwecken angewendet vor allem zur Schmerzbehandlung, bei Durchblutungsstörungen, Erkrankungen im Bewegungssystem, Muskelschwäche und Lähmungen. Üblicherweise werden bei der Behandlung Elektrodenpads direkt auf der Haut aufgesetzt oder angeheftet.
Am Häufigsten werden folgende therapeutischen Anwendungen durchgeführt. - Bei der Reizstrommassage, genauer Ultrareizstrom-Behandlung genannt, spürt man an den angelegten Elektroden circa 15 Minuten lang ein leichtes, vibrierendes oder kribbelndes Stromgefühl, ohne, daß ein Zusammenziehen der Muskulatur spürbar ist. Diese Anwendungsform eignet sind z. B. für akute wie chronische Schmerzzustände, zur Verbesserung der Durchblutung, bei Arthrosen, Prellungen, Zerrungen und versteiften Gelenken.
- Die Transcutane elektrische Nervenstimulation, abgekürzt auch bekannt als TENS, wird erfolgreich bei chronischen Schmerzzuständen angewandt. Bei manchen Erkrankungen kann die Ursache von Schmerzen selber (noch) nicht beeinflusst werden. Ziel ist es dann, die nervale Weiterleitung des Schmerzes Richtung Rückenmark zu blockieren. Noch Stunden nach der Anwendung bleiben die Schmerz leitenden Nervenzellen „betäubt“, so daß über das Rückenmark die Schmerzinformation nicht nach oben ins Hirn geleitet werden kann.
- Bei der Elektrogymnastik löst der Strom eine Kontraktion der darunter liegenden Muskulatur aus, womit eine Kräftigung des behandelten Muskels auf passivem Wege erfolgt. Die Elektrogymnastik wird oft zur Besserung von Lähmungserscheinungen der Muskulatur angewendet.
Achtung: Träger von Herzschrittmachern und von Metallimplantaten müssen wissen und ihren Therapeuten ansagen, daß bei ihnen keine Elektrotherapie angewendet werden darf. Elektrotherapie darf generell nur von medizinisch ausgebildetem Personal angewendet werden. Die Physiotherapeuten unserer Praxis besitzen hier eine fachgerechte Ausbildung.
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